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Elektrisches Feld (Q1.1)

Elektrisches Feld & Kondensator

Feldstärke, Spannung, Kapazität und Energie – und die eine Frage, die bei jeder Kondensatoraufgabe zuerst zu klären ist: Welche Größe bleibt fest?

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Das Wichtigste in einem SatzDas elektrische Feld sagt, welche Kraft eine Ladung an einem Ort spürt: $E = F/q$. Im Plattenkondensator ist das Feld homogen, $E = U/d$, die gespeicherte Ladung ist $Q = C\cdot U$ mit $C = \varepsilon_0\varepsilon_r A/d$, die Energie $W = \tfrac12 CU^2 = \tfrac12 QU$. Verändert man den Kondensator, bleibt $U$ fest, solange die Quelle angeschlossen ist, und $Q$ fest, sobald sie getrennt ist – alles andere folgt daraus.

Vorwissen aus den Jahren davor – kurz prüfen

Tippe auf eine Frage, erst selbst antworten, dann vergleichen. Wenn etwas wackelt: zuerst dort nachlesen, sonst stolperst du im neuen Stoff.

Was ist mechanische Arbeit, und welche Einheit hat sie?
Arbeit ist Kraft mal Weg, wenn die Kraft in Wegrichtung zeigt: $W = F\cdot s$. Einheit $1\,\mathrm{J} = 1\,\mathrm{N\cdot m}$. Beispiel: Du hebst eine Tafel Schokolade ($m = 0{,}1\,\mathrm{kg}$, also $F = mg \approx 1\,\mathrm{N}$) um $1\,\mathrm{m}$ an – das sind $1\,\mathrm{J}$. Im elektrischen Feld ist es genauso: Eine Ladung gegen die Feldkraft zu verschieben kostet Arbeit, mit dem Feld frei zu laufen liefert Bewegungsenergie. Die Energie ist dabei nie weg, sie wechselt nur die Form.
Welche Kräfte wirken zwischen Ladungen, und wie groß ist die Elementarladung?
Gleichnamige Ladungen stoßen sich ab, ungleichnamige ziehen sich an. Ladung kommt nur in Vielfachen der Elementarladung $e = 1{,}602\cdot 10^{-19}\,\mathrm{C}$ vor; das Elektron trägt $-e$, das Proton $+e$. $1\,\mathrm{C}$ ist riesig: $1\,\mathrm{C} = 6{,}24\cdot 10^{18}\,e$. Typische Kondensatorladungen liegen bei Nano- bis Millicoulomb, deshalb rechnet man dort in Zehnerpotenzen und prüft am Ende die Größenordnung.
Was heißt „proportional“ und „umgekehrt proportional“?
$y \propto x$ heißt: Verdoppelst du $x$, verdoppelt sich $y$ (Ursprungsgerade). $y \propto 1/x$ heißt: Verdoppelst du $x$, halbiert sich $y$. Beim Plattenkondensator ist $C \propto A$ und $C \propto 1/d$: doppelte Fläche – doppelte Kapazität; doppelter Abstand – halbe Kapazität. Mit solchen Verhältnisüberlegungen beantwortest du viele „Wie ändert sich …?“-Fragen ohne einen einzigen Zahlenwert.
Warum ist die Fläche unter einem Graphen oft eine physikalische Größe?
Weil „Höhe mal Breite“ dann ein Produkt zweier Größen ist. Im $v$-$t$-Diagramm ist die Fläche der Weg, im $F$-$s$-Diagramm die Arbeit. Ist der Graph eine Ursprungsgerade, ist die Fläche ein Dreieck: $\tfrac12\cdot\text{Grundseite}\cdot\text{Höhe}$. Beispiel Feder: $F = D\cdot s$ wächst linear, also $W = \tfrac12 D s^2$ – nicht $D s^2$. Genau dieses $\tfrac12$ taucht beim Kondensator wieder auf: $W = \tfrac12 QU$.
Was weißt du über potentielle Energie im Schwerefeld – und was hat das mit dem E-Feld zu tun?
In der Nähe der Erdoberfläche ist das Schwerefeld homogen: überall dieselbe Kraft $F = mg$ nach unten. Hebst du eine Masse um $h$, steckst du $W = mgh$ hinein. Das homogene E-Feld im Plattenkondensator ist das elektrische Gegenstück: $m \leftrightarrow q$, $g \leftrightarrow E$, $gh \leftrightarrow U$ und $mgh \leftrightarrow qU$. Wer das Bild im Kopf hat, versteht sofort, warum $U$ „Arbeit pro Ladung“ ist, so wie $gh$ „Arbeit pro Masse“ ist.
Einheiten: Was ist 1 V, 1 A, 1 F? Und 400 cm² in m², 2 mm in m, 150 pF in F?
$1\,\mathrm{V} = 1\,\mathrm{J/C}$ (Spannung = Energie pro Ladung), $1\,\mathrm{A} = 1\,\mathrm{C/s}$, $1\,\mathrm{F} = 1\,\mathrm{C/V}$ (Farad, Kapazität). $400\,\mathrm{cm^2} = 400\cdot 10^{-4}\,\mathrm{m^2} = 0{,}04\,\mathrm{m^2}$ (Achtung: der Faktor ist $10^{-4}$, nicht $10^{-2}$!). $2\,\mathrm{mm} = 2\cdot 10^{-3}\,\mathrm{m}$. $150\,\mathrm{pF} = 1{,}50\cdot 10^{-10}\,\mathrm{F}$ (p = $10^{-12}$, n = $10^{-9}$, µ = $10^{-6}$). Alles in SI-Einheiten umrechnen, bevor du einsetzt.

Was ist ein elektrisches Feld?

Eine geladene Kugel übt auf eine zweite Ladung eine Kraft aus, obwohl sich beide nicht berühren. Die Physik beschreibt das in zwei Schritten: Die Kugel verändert den Raum um sich herum – sie erzeugt ein elektrisches Feld –, und dieses Feld übt auf jede Ladung, die man hineinbringt, eine Kraft aus. Das Feld ist also an jedem Ort vorhanden, auch wenn gerade keine zweite Ladung dort ist.

Um das Feld sichtbar zu machen, benutzt man eine kleine positive Probeladung $q$ und zeichnet Feldlinien. Dafür gelten drei Regeln, die du in jeder „Erläutern“-Aufgabe nennen solltest:

  1. Richtung: Die Feldlinie zeigt an jedem Punkt in die Richtung der Kraft auf eine positive Probeladung – also von Plus nach Minus. Auf ein Elektron wirkt die Kraft genau entgegengesetzt zur Feldlinie.
  2. Dichte: Wo die Feldlinien dicht liegen, ist das Feld stark; wo sie auseinanderlaufen, ist es schwach.
  3. Anfang und Ende: Feldlinien beginnen auf positiven und enden auf negativen Ladungen. Sie kreuzen sich nie (an einem Ort gibt es nur eine Kraftrichtung) und stehen senkrecht auf Leiteroberflächen.

Drei Feldbilder solltest du skizzieren können: Die Punktladung hat radiale Feldlinien, die nach außen immer weiter auseinanderlaufen – das Feld nimmt mit dem Abstand ab. Der Dipol (Plus und Minus nebeneinander) hat gebogene Linien von der positiven zur negativen Ladung. Der Plattenkondensator hat zwischen den Platten parallele, gleich dichte Linien – ein homogenes Feld, überall gleich stark und gleich gerichtet; nur am Rand biegen sich die Linien nach außen (Randfeld), was man im Abitur „vernachlässigt“, wenn die Platten groß gegen den Abstand sind.

Quantitativ ist die Feldstärke über die Kraft auf die Probeladung definiert:

$$E = \frac{F}{q}\qquad [E] = \frac{\mathrm{N}}{\mathrm{C}} = \frac{\mathrm{V}}{\mathrm{m}}$$

Das Feld ist eine Eigenschaft des Raumes, nicht der Probeladung: Verdoppelst du $q$, verdoppelt sich $F$, der Quotient $E$ bleibt gleich. Umgekehrt liefert $F = qE$ die Kraft auf jede beliebige Ladung im Feld – mit Vorzeichen: Für $q \lt 0$ zeigt $F$ gegen $E$.

Spannung, Potential und das homogene Feld: E = U/d

Die Spannung zwischen zwei Punkten ist die Arbeit, die das Feld pro Ladung verrichtet, wenn die Ladung von einem Punkt zum anderen läuft:

$$U = \frac{W}{q}\qquad [U] = \frac{\mathrm{J}}{\mathrm{C}} = \mathrm{V}$$

Spannung ist also „Energie pro Ladung“, so wie $gh$ im Schwerefeld „Energie pro Masse“ ist. Jedem Punkt im Feld kann man ein Potential $\varphi$ zuordnen (die potentielle Energie pro Ladung an diesem Ort); die Spannung ist die Potentialdifferenz $U = \varphi_1 - \varphi_2$. Flächen gleichen Potentials heißen Äquipotentialflächen; sie stehen überall senkrecht auf den Feldlinien, denn entlang einer solchen Fläche wird keine Arbeit verrichtet. Im Plattenkondensator sind das Ebenen parallel zu den Platten.

Im homogenen Feld lässt sich $E$ direkt aus Spannung und Plattenabstand berechnen. Das ist die wichtigste Herleitung dieses Abschnitts, in vier Zeilen:

  1. Auf die Ladung $q$ wirkt überall zwischen den Platten dieselbe Kraft $F = qE$ (homogenes Feld).
  2. Läuft $q$ von einer Platte zur anderen, verrichtet das Feld längs des Weges $d$ die Arbeit $W = F\cdot d = qE\cdot d$.
  3. Nach der Definition der Spannung ist dieselbe Arbeit $W = qU$.
  4. Gleichsetzen: $qEd = qU$, also $E = \dfrac{U}{d}$.

Deshalb ist $\mathrm{V/m}$ dieselbe Einheit wie $\mathrm{N/C}$. Zahlenbeispiel: $U = 300\,\mathrm{V}$, $d = 6{,}0\,\mathrm{mm}$ ergibt $E = \dfrac{300\,\mathrm{V}}{6{,}0\cdot 10^{-3}\,\mathrm{m}} = 5{,}00\cdot 10^4\,\mathrm{V/m}$; auf ein Elektron wirkt dann $F = eE = 1{,}602\cdot 10^{-19}\,\mathrm{C}\cdot 5{,}00\cdot 10^4\,\mathrm{V/m} = 8{,}01\cdot 10^{-15}\,\mathrm{N}$. Das klingt winzig – aber die Elektronenmasse ist $9{,}109\cdot 10^{-31}\,\mathrm{kg}$, die Beschleunigung also fast $10^{16}\,\mathrm{m/s^2}$. Die Gewichtskraft des Elektrons ($\approx 9\cdot 10^{-30}\,\mathrm{N}$) ist dagegen um 15 Zehnerpotenzen kleiner und wird immer vernachlässigt.

Merkbild
$E = U/d$ gilt nur im homogenen Feld. Bei der Punktladung gibt es kein festes $d$ – dort nimmt $E$ mit $1/r^2$ ab. Wenn in einer Aufgabe „Plattenkondensator“ steht, darfst du $E = U/d$ ohne weitere Begründung benutzen; sonst nicht.

W = qU hängt nicht vom Plattenabstand ab

Hier steckt eine hartnäckige Fehlvorstellung: „Wenn die Platten weiter auseinander sind, hat das Elektron einen längeren Weg, also gewinnt es mehr Energie.“ Das ist falsch – und du kannst es dir in einer Zeile beweisen. Bei fester Spannung $U$ ist die Kraft $F = qE = q\,\dfrac{U}{d}$ umgekehrt proportional zu $d$. Weg länger, Kraft kleiner, das Produkt bleibt:

$$W = F\cdot d = \frac{qU}{d}\cdot d = qU$$

Die Energie, die eine Ladung beim Durchlaufen der Spannung $U$ gewinnt, hängt nur von $U$ ab. Der Plattenabstand steckt in $E$ und in $F$, aber nicht in $W$. Zahlenbeispiel für ein Elektron bei $U = 400\,\mathrm{V}$:

$d = 2{,}0\,\mathrm{mm}$$d = 8{,}0\,\mathrm{mm}$
Feldstärke $E = U/d$$2{,}00\cdot 10^5\,\mathrm{V/m}$$5{,}00\cdot 10^4\,\mathrm{V/m}$
Kraft $F = eE$$3{,}20\cdot 10^{-14}\,\mathrm{N}$$8{,}01\cdot 10^{-15}\,\mathrm{N}$
Arbeit $W = F\cdot d$$6{,}41\cdot 10^{-17}\,\mathrm{J}$$6{,}41\cdot 10^{-17}\,\mathrm{J}$
dasselbe als $W = eU$$400\,\mathrm{eV}$$400\,\mathrm{eV}$

Was sich mit $d$ sehr wohl ändert: die Kraft, die Beschleunigung und damit die Zeit, die das Elektron braucht. Die Endgeschwindigkeit ist in beiden Fällen gleich, $v = \sqrt{2eU/m_e} = 1{,}19\cdot 10^7\,\mathrm{m/s}$.

Weil $qU$ für Elementarteilchen so praktisch ist, gibt es dafür eine eigene Energieeinheit, das Elektronenvolt: $1\,\mathrm{eV}$ ist die Energie, die ein Teilchen mit der Ladung $e$ beim Durchlaufen von $1\,\mathrm{V}$ gewinnt:

$$1\,\mathrm{eV} = 1{,}602\cdot 10^{-19}\,\mathrm{C}\cdot 1\,\mathrm{V} = 1{,}602\cdot 10^{-19}\,\mathrm{J}$$

Ein Elektron, das $400\,\mathrm{V}$ durchläuft, hat danach $400\,\mathrm{eV}$ – ohne Rechnung. In Joule umrechnen musst du erst, wenn du $v$ aus $\tfrac12 mv^2$ bestimmen willst.

Kapazität: Wie viel Ladung passt bei gegebener Spannung?

Legt man an einen Kondensator die Spannung $U$ an, fließt Ladung auf die Platten: $+Q$ auf die eine, $-Q$ auf die andere. Misst man $Q$ für verschiedene $U$, findet man $Q \propto U$. Die Proportionalitätskonstante ist die Kapazität, das „Fassungsvermögen“ für Ladung:

$$C = \frac{Q}{U}\qquad [C] = \frac{\mathrm{C}}{\mathrm{V}} = \mathrm{F}\ \text{(Farad)}$$

Für den Plattenkondensator hängt $C$ nur von der Geometrie und vom Material zwischen den Platten ab:

$$C = \varepsilon_0\,\varepsilon_r\,\frac{A}{d}\qquad \varepsilon_0 = 8{,}854\cdot 10^{-12}\,\mathrm{\frac{As}{Vm}}$$

Die Abhängigkeiten kannst du dir plausibel machen: Doppelte Fläche $A$ bietet doppelt so viel Platz für Ladung bei gleicher Ladungsdichte – also $C \propto A$. Halber Abstand $d$ bedeutet bei gleicher Ladung halbe Spannung ($U = Ed$ mit unverändertem $E$), also doppelte Kapazität – $C \propto 1/d$. Ein Dielektrikum (Isolator wie Papier, Kunststoff, Keramik) zwischen den Platten wird polarisiert: Seine Moleküle richten sich im Feld aus und schwächen es im Inneren um den Faktor $\varepsilon_r$ (Luft $1{,}0006 \approx 1$, Papier $\approx 2$, Keramik bis über $1000$). Bei gleicher Ladung sinkt dadurch die Spannung, die Kapazität steigt um $\varepsilon_r$.

Wie groß sind die Zahlen? Zwei Platten mit $A = 400\,\mathrm{cm^2} = 0{,}04\,\mathrm{m^2}$ im Abstand $d = 1{,}0\,\mathrm{mm}$ in Luft haben nur $C = \dfrac{8{,}854\cdot 10^{-12}\,\mathrm{As/(Vm)}\cdot 0{,}04\,\mathrm{m^2}}{1{,}0\cdot 10^{-3}\,\mathrm{m}} = 3{,}54\cdot 10^{-10}\,\mathrm{F} = 354\,\mathrm{pF}$. Für ein ganzes Farad bräuchte man bei diesem Abstand $113\,\mathrm{km^2}$ Plattenfläche. Technische Kondensatoren schaffen Mikro- bis Millifarad nur durch hauchdünne Dielektrika ($d$ im Mikrometerbereich) mit großem $\varepsilon_r$ und aufgewickelte Folien.

Noch eine Verbindung, die im Abitur oft gefragt wird: Die Flächenladungsdichte $\sigma = Q/A$ bestimmt direkt die Feldstärke. Aus $Q = CU = \varepsilon_0 \dfrac{A}{d}\,E d$ folgt

$$E = \frac{Q}{\varepsilon_0 A} = \frac{\sigma}{\varepsilon_0}$$

Das ist der Schlüssel für den Fall „Quelle getrennt“: Bleibt $Q$ fest und $A$ unverändert, dann bleibt auch $E$ fest – egal, was mit $d$ passiert. Zahlen aus dem Beispiel oben: $Q = 100\,\mathrm{nC}$ auf $0{,}04\,\mathrm{m^2}$ ergibt $\sigma = 2{,}50\cdot 10^{-6}\,\mathrm{C/m^2}$ und $E = 2{,}82\cdot 10^5\,\mathrm{V/m}$.

Energie des geladenen Kondensators: W = ½CU²

Ein geladener Kondensator speichert Energie – ein Blitzgerät zieht sie in einer Millisekunde heraus. Wie viel steckt drin? Die naive Antwort „$Q$ mal $U$“ ist um den Faktor 2 zu groß, und der Grund ist wichtig genug für eine eigene „Erläutern“-Frage:

Beim Aufladen wird Ladung Portion für Portion von der einen Platte zur anderen gebracht. Die erste Portion kostet fast nichts, denn der Kondensator ist noch leer, die Spannung ist null. Jede weitere Portion muss gegen eine schon vorhandene Spannung $u = q/C$ transportiert werden, die mit der Ladung linear wächst. Die letzte Portion kostet $u = U$. Im Mittel wird jede Ladungsportion gegen $U/2$ bewegt. Im $Q$-$U$-Diagramm ist das die Fläche unter der Ursprungsgeraden $Q = CU$: ein Dreieck.

$$W = \tfrac12\,Q\,U = \tfrac12\,C\,U^2 = \frac{Q^2}{2C}$$

Alle drei Formen sind dieselbe Aussage, verbunden durch $Q = CU$. Welche du nimmst, hängt davon ab, was fest bleibt: $\tfrac12 CU^2$ bei fester Spannung, $\dfrac{Q^2}{2C}$ bei fester Ladung. Zahlenbeispiel Blitzkondensator: $C = 1000\,\mathrm{\mu F}$, $U = 300\,\mathrm{V}$. Dann ist $Q = CU = 0{,}300\,\mathrm{C}$ und $W = \tfrac12\cdot 10^{-3}\,\mathrm{F}\cdot (300\,\mathrm{V})^2 = 45{,}0\,\mathrm{J}$. Wer $QU$ rechnet, bekommt $90\,\mathrm{J}$ – doppelt so viel, als wäre jede Ladungsportion gegen die volle Spannung transportiert worden.

Unterschied, den du sauber auseinanderhalten musst
Eine einzelne Ladung $q$, die die fertige Spannung $U$ durchläuft, gewinnt $W = qU$ – ohne $\tfrac12$, denn für sie ist $U$ konstant. Der Kondensator als Ganzes speichert $\tfrac12 QU$, weil beim Laden die Spannung von $0$ auf $U$ anwächst. Zwei verschiedene Situationen, zwei verschiedene Formeln.

Welche Größe bleibt fest? Quelle angeschlossen oder getrennt

Jede Aufgabe, in der am Kondensator etwas verändert wird (Abstand, Fläche, Dielektrikum), beginnt mit derselben Frage: Ist die Spannungsquelle noch angeschlossen? Davon hängt ab, welche Größe konstant bleibt – und daraus folgt alles Weitere über zwei Formeln, die immer gelten: $C = \varepsilon_0\varepsilon_r A/d$ und $Q = CU$.

  • Quelle angeschlossen: Die Quelle hält $U$ fest. Ladung kann nachfließen oder abfließen. Konstant: $U$. Es ändern sich $C$, $Q$, $E$, $W$.
  • Quelle getrennt: Die Ladung kann nirgendwohin. Konstant: $Q$. Es ändern sich $C$, $U$, $W$ – und $E = Q/(\varepsilon_0 A)$ bleibt ebenfalls fest, solange $A$ nicht angetastet wird.

Beispiel: Plattenabstand $d$ wird verdoppelt (Luft, $A = 0{,}04\,\mathrm{m^2}$, Start $d = 1{,}0\,\mathrm{mm}$, $U_0 = 200\,\mathrm{V}$, also $C_0 = 354\,\mathrm{pF}$, $Q_0 = 7{,}08\cdot 10^{-8}\,\mathrm{C}$, $E_0 = 2{,}00\cdot 10^5\,\mathrm{V/m}$, $W_0 = 7{,}08\cdot 10^{-6}\,\mathrm{J}$):

Größe(a) Quelle angeschlossen, $U$ fest(b) Quelle getrennt, $Q$ fest
Kapazität $C = \varepsilon_0 A/d$halbiert: $177\,\mathrm{pF}$halbiert: $177\,\mathrm{pF}$
Spannung $U$fest: $200\,\mathrm{V}$$U = Q/C$ verdoppelt: $400\,\mathrm{V}$
Ladung $Q$$Q = CU$ halbiert: $3{,}54\cdot 10^{-8}\,\mathrm{C}$fest: $7{,}08\cdot 10^{-8}\,\mathrm{C}$
Feldstärke $E$$E = U/d$ halbiert: $1{,}00\cdot 10^5\,\mathrm{V/m}$$E = Q/(\varepsilon_0 A)$ unverändert: $2{,}00\cdot 10^5\,\mathrm{V/m}$
Energie $W$$W = \tfrac12 CU^2$ halbiert: $3{,}54\cdot 10^{-6}\,\mathrm{J}$$W = Q^2/(2C)$ verdoppelt: $1{,}42\cdot 10^{-5}\,\mathrm{J}$
Wo bleibt / woher kommt die Energie?Die abfließende Ladung bringt Energie zurück in die Quelle.Die Platten ziehen sich an; wer sie auseinanderzieht, verrichtet mechanische Arbeit, die als Feldenergie gespeichert wird.

Im Fall (b) lässt sich die mechanische Arbeit sogar nachrechnen: Jede Platte spürt nur das Feld der anderen Platte, also $E/2$, und damit die Kraft $F = Q\cdot E/2 = \tfrac12\cdot 7{,}08\cdot 10^{-8}\,\mathrm{C}\cdot 2{,}00\cdot 10^5\,\mathrm{V/m} = 7{,}08\cdot 10^{-3}\,\mathrm{N}$. Über den Weg $\Delta d = 1{,}0\,\mathrm{mm}$ ist das $W = F\cdot\Delta d = 7{,}08\cdot 10^{-6}\,\mathrm{J}$ – genau die Zunahme der Feldenergie von $7{,}08\cdot 10^{-6}$ auf $1{,}42\cdot 10^{-5}\,\mathrm{J}$. Energieerhaltung stimmt.

Vorgehen in der Klausur
1. Satz hinschreiben: „Da die Quelle angeschlossen/getrennt ist, bleibt $U$/$Q$ konstant.“ 2. $C$ aus der Geometrie neu berechnen. 3. Die freie Größe über $Q = CU$ bestimmen. 4. $E$ und $W$ mit der Form, in der die feste Größe vorkommt ($E = U/d$ bzw. $E = Q/(\varepsilon_0 A)$; $W = \tfrac12 CU^2$ bzw. $W = Q^2/(2C)$). 5. Energiebilanz in einem Satz begründen.

Simulation: Plattenkondensator – was bleibt fest?

Links die Platten mit Feldlinien (Dichte ∝ E), rechts das Q-U-Diagramm: Die Steigung ist C, die schraffierte Dreiecksfläche die Energie. Grau: der Zustand beim letzten Umschalten.

Probiere in der Simulation
  • Quelle angeschlossen: Verdopple $d$ mit dem Knopf. Sage vorher voraus, was mit $E$, $C$, $Q$ und $W$ passiert (halbiert? gleich? verdoppelt?), dann prüfe im Readout.
  • Trenne die Quelle („Q fest“) und verdopple $d$ noch einmal. Warum ändert sich die Dichte der Feldlinien jetzt nicht – und woher kommt die zusätzliche Energie, die im Diagramm als größeres Dreieck erscheint?
  • Setze das Elektron ein und ändere $d$ bei angeschlossener Quelle. Beobachte: Der Kraftpfeil wird kürzer, aber $W = eU$ bleibt gleich. Erkläre das mit $F\cdot d$.
  • Schiebe $\varepsilon_r$ von 1 auf 4 – einmal mit angeschlossener, einmal mit getrennter Quelle. In welchem Fall sinkt die Spannung, in welchem steigt die Ladung? Begründe mit $C = \varepsilon_0\varepsilon_r A/d$.

Herleitung: Energie des Kondensators $W = \tfrac12 CU^2$

Diese Herleitung wird im Abitur direkt abgefragt („Leiten Sie her …“) und steckt hinter jeder Energiebilanz mit Kondensatoren. Der entscheidende Gedanke: Beim Laden ist die Spannung nicht konstant, sondern wächst von $0$ auf $U$. Skizziere dazu immer das $Q$-$U$-Diagramm mit der Ursprungsgeraden.

  1. Ein Kondensator der Kapazität $C$ trägt gerade die Ladung $q$; zwischen den Platten liegt dann die Spannung $u = q/C$. Um ihn weiter zu laden, muss eine kleine Ladungsportion $\Delta Q$ von der negativen auf die positive Platte gebracht werden – gegen das Feld.
    $$ u = \frac{q}{C} $$
  2. Spannung ist Arbeit pro Ladung. Für die kleine Portion $\Delta Q$ ist die Spannung während des Transports praktisch konstant, also gilt:
    $$ \Delta W = u\cdot\Delta Q = \frac{q}{C}\,\Delta Q $$
  3. Die Arbeit pro Portion wächst also mit der schon vorhandenen Ladung $q$: Die erste Portion kostet fast nichts, die letzte kostet $U\cdot\Delta Q$. Im $Q$-$U$-Diagramm ist $u\cdot\Delta Q$ ein schmaler Rechteckstreifen der Breite $\Delta Q$ unter der Ursprungsgeraden $u = q/C$.
  4. Die gesamte Ladearbeit ist die Summe aller Streifen von $q = 0$ bis $q = Q$, also die Fläche unter der Geraden – ein rechtwinkliges Dreieck mit den Katheten $Q$ und $U$:
    $$ W = \sum u\,\Delta Q = \tfrac12\,Q\,U $$
  5. Wer die Summe lieber exakt als Integral schreibt, kommt auf dasselbe Ergebnis:
    $$ W = \int_0^{Q}\frac{q}{C}\,\mathrm{d}q = \frac{1}{C}\cdot\frac{Q^2}{2} = \frac{Q^2}{2C} $$
  6. Mit $Q = CU$ folgen die beiden anderen Formen. Welche du benutzt, richtet sich danach, ob $U$ oder $Q$ in der Aufgabe fest bleibt:
    $$ W = \tfrac12\,QU = \tfrac12\,CU^2 = \frac{Q^2}{2C} $$
Schlusssatz (im Abitur Pflicht): Die im geladenen Kondensator gespeicherte Energie ist $W = \tfrac12 CU^2$; der Faktor $\tfrac12$ kommt daher, dass die Spannung beim Laden linear von $0$ auf $U$ ansteigt und die Ladearbeit der Dreiecksfläche unter der $Q$-$U$-Geraden entspricht, was zu zeigen war.

Formeln, die du sicher können musst

Größe / GesetzFormelWas sie sagt · wann sie gilt
Feldstärke (Definition)$E = \dfrac{F}{q}$Kraft pro Probeladung; $[E] = \mathrm{N/C} = \mathrm{V/m}$; Richtung = Kraft auf positive Ladung
Kraft im Feld$F = q\cdot E$gilt in jedem Feld; für $q \lt 0$ (Elektron) zeigt $F$ gegen $E$
Spannung$U = \dfrac{W}{q}$Arbeit pro Ladung zwischen zwei Punkten; $1\,\mathrm{V} = 1\,\mathrm{J/C}$
Homogenes Feld$E = \dfrac{U}{d}$nur im Plattenkondensator (Randfeld vernachlässigt); aus $qEd = qU$
Energie einer Ladung$W = q\cdot U$unabhängig von $d$! $1\,\mathrm{eV} = 1{,}602\cdot 10^{-19}\,\mathrm{J}$
Kapazität$C = \dfrac{Q}{U}$Ladung pro Spannung; $[C] = \mathrm{C/V} = \mathrm{F}$; $Q \propto U$
Plattenkondensator$C = \varepsilon_0\varepsilon_r\,\dfrac{A}{d}$$\varepsilon_0 = 8{,}854\cdot 10^{-12}\,\mathrm{As/(Vm)}$; $\varepsilon_r$ des Dielektrikums (Luft $\approx 1$)
Feld und Ladung$E = \dfrac{Q}{\varepsilon_0 A} = \dfrac{\sigma}{\varepsilon_0}$$\sigma = Q/A$ Flächenladungsdichte; bei getrennter Quelle bleibt $E$ fest
Energie des Kondensators$W = \tfrac12 CU^2 = \tfrac12 QU = \dfrac{Q^2}{2C}$Fläche unter der $Q$-$U$-Geraden; $\tfrac12 CU^2$ bei festem $U$, $Q^2/(2C)$ bei festem $Q$

Typische Fehler – und wie du die Punkte holst

  • „Bei größerem Plattenabstand gewinnt das Elektron mehr Energie, weil der Weg länger ist.“
    $W = qU$ hängt nur von der Spannung ab. Weg länger, aber Kraft kleiner: $F\cdot d = \dfrac{qU}{d}\cdot d = qU$. Was von $d$ abhängt, sind $E = U/d$, $F$ und die Flugzeit – nicht die Energie.
  • Kondensatorenergie als $W = QU$ berechnet (Faktor 2 zu groß).
    Beim Laden steigt die Spannung von $0$ auf $U$; die Ladearbeit ist die Dreiecksfläche unter der $Q$-$U$-Geraden: $W = \tfrac12 QU = \tfrac12 CU^2$. $QU$ ohne $\tfrac12$ gilt nur für eine einzelne Ladung, die eine fertige Spannung durchläuft.
  • Platten auseinandergezogen und mit $U$ = konstant weitergerechnet, obwohl die Quelle abgetrennt war (oder umgekehrt).
    Erster Satz jeder Lösung: „Quelle angeschlossen $\Rightarrow$ $U$ fest“ oder „Quelle getrennt $\Rightarrow$ $Q$ fest“. Dann $C$ neu aus der Geometrie, die freie Größe aus $Q = CU$. Bei getrennter Quelle bleibt zusätzlich $E = Q/(\varepsilon_0 A)$ unverändert.
  • $E = U/d$ auch bei einer Punktladung oder einer geladenen Kugel benutzt.
    $E = U/d$ gilt nur im homogenen Feld des Plattenkondensators. Bei Punktladungen nimmt $E$ mit $1/r^2$ ab; dort gibt es kein festes $d$. Immer zuerst fragen: Ist das Feld homogen?
  • Fläche in $\mathrm{cm^2}$ eingesetzt ($400\,\mathrm{cm^2}$ als $4\,\mathrm{m^2}$ oder als $0{,}4\,\mathrm{m^2}$) – Kapazität um Zehnerpotenzen falsch.
    $1\,\mathrm{cm^2} = 10^{-4}\,\mathrm{m^2}$, also $400\,\mathrm{cm^2} = 0{,}04\,\mathrm{m^2}$. Plausibilitätshaken: Ein Luft-Plattenkondensator im Labor hat Pikofarad bis wenige Nanofarad. Kommen Mikrofarad heraus, stimmt die Einheit nicht.
  • Feldlinien falsch gezeichnet: kreuzend, ohne Pfeile, nicht senkrecht auf den Platten oder bei der Punktladung gleich dicht.
    Pfeile von Plus nach Minus, keine Kreuzungen, senkrecht auf Leiteroberflächen, Dichte zeigt die Feldstärke (Punktladung: nach außen dünner; Plattenkondensator: parallel und gleich dicht, am Rand nach außen gebogen).
  • Beim „Erläutern“ der Energiezunahme bei getrennter Quelle nur „$W$ wird größer, weil $C$ kleiner wird“ geschrieben.
    Die Formel ist das Ergebnis, nicht die Ursache. Begründung: Die Platten ziehen sich an; wer sie auseinanderzieht, verrichtet mechanische Arbeit, die als Feldenergie gespeichert wird (Energieerhaltung). Dann erst $W = Q^2/(2C)$.
Abitur-Operatoren bei diesem Thema
  • Erläutern (Feldlinienbild, Energie des Kondensators, Änderung bei getrennter Quelle): Phänomen → Ursache → Gesetz, in ganzen Sätzen. Beispiel: „Beim Auseinanderziehen steigt die Spannung (Phänomen), weil die Ladung nicht abfließen kann und das Feld gleich stark bleibt (Ursache), sodass nach $U = E\cdot d$ die Spannung mit $d$ wächst (Gesetz).“
  • Leiten Sie her ($E = U/d$, $W = \tfrac12 CU^2$): Skizze (Platten mit $d$ bzw. $Q$-$U$-Diagramm), jeder Schritt begründet („Spannung ist Arbeit pro Ladung“, „Fläche unter der Geraden“), Schlusssatz mit der Formel.
  • Berechnen / Bestimmen: zuerst den Satz „$U$ fest“ oder „$Q$ fest“, dann Formel – Einsetzen mit Einheiten – Ergebnis in SCI-3 – Antwortsatz. Flächen in $\mathrm{m^2}$, Abstände in m.
  • Beurteilen (z. B. ob ein Kondensator als Energiespeicher taugt): Zahlen vergleichen (Energie pro Masse, Spannung), Annahmen nennen (homogenes Feld, Randfeld vernachlässigt), Grenzen (Durchschlagfeldstärke von Luft $\approx 3\cdot 10^6\,\mathrm{V/m}$).
Warum das über die Klausur hinaus wichtig bleibt
Das elektrische Feld ist das Fundament für alles, was in Q1 noch kommt: Bei der Bewegung geladener Teilchen liefert $qU = \tfrac12 mv^2$ die Geschwindigkeit, beim Magnetfeld (Q1.2) wird die elektrische Kraft $qE$ mit der Lorentzkraft $qvB$ verglichen (Wien-Filter, Hall-Effekt), und beim Schwingkreis pendelt die Energie $\tfrac12 CU^2$ zwischen Kondensator und Spule. In Q3 (Quantenphysik) bestimmt man die Energie von Photoelektronen mit der Gegenfeldmethode über $eU$ und die de-Broglie-Wellenlänge von Elektronen über die Beschleunigungsspannung. Im Maschinenbau-Studium begegnen dir Kondensatoren als Zwischenkreisspeicher in Frequenzumrichtern und E-Autos, als kapazitive Abstands- und Füllstandssensoren und in jedem Touchscreen – immer mit genau diesen vier Formeln.

5 harte Fragen – hast du es wirklich verstanden?

Offene Aufgaben auf Papier lösen (Zeit stoppen!), erst dann die Lösung aufdecken und ehrlich Punkte geben. Die Ergebnisse werden auf diesem Gerät gespeichert.

Aufgabe 1Offene Aufgabe · ca. 15 min10 P

Plattenkondensator: angeschlossen oder getrennt?

Ein Plattenkondensator (Luft) hat die Plattenfläche $A = 400\,\mathrm{cm^2}$ und den Plattenabstand $d = 2{,}0\,\mathrm{mm}$. Er ist an eine Spannungsquelle mit $U = 600\,\mathrm{V}$ angeschlossen.

  1. Berechne Kapazität, Ladung, Feldstärke und gespeicherte Energie.
  2. An der negativen Platte wird ein Elektron freigesetzt. Berechne die Kraft auf das Elektron und seine kinetische Energie beim Auftreffen auf die positive Platte in J und in eV. Erläutere, warum sich diese Energie nicht ändert, wenn man bei gleicher Spannung den Plattenabstand verdreifacht – die Kraft aber schon.
  3. Der Kondensator wird nun von der Quelle getrennt und der Plattenabstand auf $6{,}0\,\mathrm{mm}$ vergrößert. Bestimme Spannung, Feldstärke, Kapazität und Energie und erläutere, woher die Energieänderung kommt.
Erwartungshorizont
  • 3 Pa) $C = \varepsilon_0 A/d = 1{,}77\cdot 10^{-10}\,\mathrm{F}$, $Q = CU = 1{,}06\cdot 10^{-7}\,\mathrm{C}$, $E = U/d = 3{,}00\cdot 10^5\,\mathrm{V/m}$, $W = \tfrac12 CU^2 = 3{,}19\cdot 10^{-5}\,\mathrm{J}$ (Einheiten umgerechnet, SCI-3)
  • 3 Pb) $F = eE = 4{,}81\cdot 10^{-14}\,\mathrm{N}$; $W = eU = 9{,}61\cdot 10^{-17}\,\mathrm{J} = 600\,\mathrm{eV}$; Begründung: $F \propto 1/d$, Weg $\propto d$, Produkt $F\cdot d = qU$ unabhängig von $d$
  • 2 Pc) Quelle getrennt $\Rightarrow$ $Q$ fest; $C$ auf $5{,}90\cdot 10^{-11}\,\mathrm{F}$ gedrittelt; $U = Q/C = 1800\,\mathrm{V}$; $E = Q/(\varepsilon_0 A) = 3{,}00\cdot 10^5\,\mathrm{V/m}$ unverändert
  • 2 Pc) $W = Q^2/(2C) = 9{,}56\cdot 10^{-5}\,\mathrm{J}$ (verdreifacht); Zunahme $6{,}37\cdot 10^{-5}\,\mathrm{J}$ ist die mechanische Arbeit gegen die Anziehung der Platten
Musterlösung

a) Einheiten: $A = 400\,\mathrm{cm^2} = 4{,}00\cdot 10^{-2}\,\mathrm{m^2}$, $d = 2{,}0\cdot 10^{-3}\,\mathrm{m}$. $$C = \varepsilon_0\frac{A}{d} = 8{,}854\cdot 10^{-12}\,\mathrm{\frac{As}{Vm}}\cdot\frac{4{,}00\cdot 10^{-2}\,\mathrm{m^2}}{2{,}0\cdot 10^{-3}\,\mathrm{m}} = 1{,}77\cdot 10^{-10}\,\mathrm{F} = 177\,\mathrm{pF}$$ $$Q = CU = 1{,}77\cdot 10^{-10}\,\mathrm{F}\cdot 600\,\mathrm{V} = 1{,}06\cdot 10^{-7}\,\mathrm{C}\qquad E = \frac{U}{d} = \frac{600\,\mathrm{V}}{2{,}0\cdot 10^{-3}\,\mathrm{m}} = 3{,}00\cdot 10^5\,\mathrm{\frac{V}{m}}$$ $$W = \tfrac12 CU^2 = \tfrac12\cdot 1{,}77\cdot 10^{-10}\,\mathrm{F}\cdot(600\,\mathrm{V})^2 = 3{,}19\cdot 10^{-5}\,\mathrm{J}$$ Der Kondensator hat $177\,\mathrm{pF}$, trägt $106\,\mathrm{nC}$, das Feld beträgt $3{,}00\cdot 10^5\,\mathrm{V/m}$ und die gespeicherte Energie $31{,}9\,\mathrm{\mu J}$.

b) Kraft: $F = eE = 1{,}602\cdot 10^{-19}\,\mathrm{C}\cdot 3{,}00\cdot 10^5\,\mathrm{V/m} = 4{,}81\cdot 10^{-14}\,\mathrm{N}$, gerichtet zur positiven Platte (entgegen der Feldrichtung, da $q \lt 0$). Energie: $W = eU = 1{,}602\cdot 10^{-19}\,\mathrm{C}\cdot 600\,\mathrm{V} = 9{,}61\cdot 10^{-17}\,\mathrm{J} = 600\,\mathrm{eV}$. Kontrolle über den Weg: $F\cdot d = 4{,}81\cdot 10^{-14}\,\mathrm{N}\cdot 2{,}0\cdot 10^{-3}\,\mathrm{m} = 9{,}61\cdot 10^{-17}\,\mathrm{J}$ – gleich.

Verdreifacht man $d$ bei gleicher Spannung, sinkt die Feldstärke auf ein Drittel ($E = U/d$) und mit ihr die Kraft auf $1{,}60\cdot 10^{-14}\,\mathrm{N}$. Der Weg ist aber dreimal so lang. Die Arbeit $W = F\cdot d = \dfrac{eU}{d}\cdot d = eU$ bleibt deshalb exakt gleich: Die Energie, die eine Ladung beim Durchlaufen einer Spannung gewinnt, hängt nur von der Spannung ab. Die Kraft ist eine lokale Größe (Feldstärke am Ort), die Energie eine Bilanz über den ganzen Weg.

c) Da die Quelle getrennt ist, kann keine Ladung abfließen: $Q = 1{,}06\cdot 10^{-7}\,\mathrm{C}$ bleibt fest. Die Kapazität sinkt mit $1/d$ auf ein Drittel: $$C' = \varepsilon_0\frac{A}{d'} = 8{,}854\cdot 10^{-12}\,\mathrm{\frac{As}{Vm}}\cdot\frac{4{,}00\cdot 10^{-2}\,\mathrm{m^2}}{6{,}0\cdot 10^{-3}\,\mathrm{m}} = 5{,}90\cdot 10^{-11}\,\mathrm{F}$$ $$U' = \frac{Q}{C'} = \frac{1{,}06\cdot 10^{-7}\,\mathrm{C}}{5{,}90\cdot 10^{-11}\,\mathrm{F}} = 1{,}80\cdot 10^3\,\mathrm{V}\qquad E' = \frac{Q}{\varepsilon_0 A} = \frac{1{,}06\cdot 10^{-7}\,\mathrm{C}}{8{,}854\cdot 10^{-12}\,\mathrm{\frac{As}{Vm}}\cdot 4{,}00\cdot 10^{-2}\,\mathrm{m^2}} = 3{,}00\cdot 10^5\,\mathrm{\frac{V}{m}}$$ Die Feldstärke bleibt unverändert, weil sie nur von der Flächenladungsdichte abhängt; die Spannung verdreifacht sich ($U' = E\cdot d'$). Energie: $$W' = \frac{Q^2}{2C'} = \frac{(1{,}06\cdot 10^{-7}\,\mathrm{C})^2}{2\cdot 5{,}90\cdot 10^{-11}\,\mathrm{F}} = 9{,}56\cdot 10^{-5}\,\mathrm{J}$$ Die Energie hat sich von $3{,}19\cdot 10^{-5}\,\mathrm{J}$ auf $9{,}56\cdot 10^{-5}\,\mathrm{J}$ verdreifacht; die Differenz $\Delta W = 6{,}37\cdot 10^{-5}\,\mathrm{J}$ ist die mechanische Arbeit, die beim Auseinanderziehen gegen die Anziehungskraft der entgegengesetzt geladenen Platten verrichtet wurde (Kontrolle: $F = \tfrac12 QE = 1{,}59\cdot 10^{-2}\,\mathrm{N}$, $F\cdot\Delta d = 1{,}59\cdot 10^{-2}\,\mathrm{N}\cdot 4{,}0\cdot 10^{-3}\,\mathrm{m} = 6{,}37\cdot 10^{-5}\,\mathrm{J}$). Energieerhaltung ist erfüllt.

Typische Fehler → so holst du die Punkte
Häufigste Fehler: $400\,\mathrm{cm^2}$ als $0{,}4\,\mathrm{m^2}$ eingesetzt (Faktor 10); in c) mit $U = 600\,\mathrm{V}$ weitergerechnet, obwohl die Quelle getrennt ist; in c) $E = U/d$ mit der alten Spannung. Die Punkte für die Erläuterung gibt es nur mit dem Argument „Kraft $\propto 1/d$, Weg $\propto d$“ bzw. „mechanische Arbeit gegen die Anziehung“.
Meine Punkte:
Aufgabe 2Offene Aufgabe · ca. 12 min8 P

Herleitung: Energie im Kondensator

Ein Fotoblitz nutzt einen Kondensator mit $C = 1500\,\mathrm{\mu F}$, der auf $U = 330\,\mathrm{V}$ aufgeladen wird.

  1. Leite mit Hilfe eines $Q$-$U$-Diagramms her, dass die im Kondensator gespeicherte Energie $W = \tfrac12 CU^2$ beträgt. Zeige, dass dies gleichbedeutend mit $W = \tfrac12 QU$ und $W = \dfrac{Q^2}{2C}$ ist.
  2. Berechne die gespeicherte Energie und die Ladung des Blitzkondensators.
  3. Ein Mitschüler rechnet $W = QU$ und erhält den doppelten Wert. Erläutere ihm in zwei bis drei Sätzen, worin sein Denkfehler besteht.
Erwartungshorizont
  • 2 Pa) Skizze $Q$-$U$-Diagramm mit Ursprungsgerade $Q = CU$; Ladungsportion $\Delta Q$ gegen momentane Spannung $u = q/C$ transportiert: $\Delta W = u\,\Delta Q$ (Spannung = Arbeit pro Ladung)
  • 2 Pa) Summe aller Streifen = Fläche unter der Geraden = Dreieck $\tfrac12 QU$; mit $Q = CU$: $W = \tfrac12 CU^2 = Q^2/(2C)$; Schlusssatz
  • 2 Pb) $W = \tfrac12\cdot 1{,}5\cdot 10^{-3}\,\mathrm{F}\cdot(330\,\mathrm{V})^2 = 81{,}7\,\mathrm{J}$; $Q = CU = 0{,}495\,\mathrm{C}$; Antwortsatz
  • 2 Pc) $QU$ setzt voraus, dass jede Ladungsportion gegen die volle Spannung transportiert wird; tatsächlich steigt $u$ von $0$ auf $U$, im Mittel $U/2$; $QU$ gilt nur für eine Einzelladung, die eine fertige Spannung durchläuft
Musterlösung

a) Skizze: $U$ auf der waagerechten, $Q$ auf der senkrechten Achse (oder umgekehrt); wegen $Q = CU$ eine Ursprungsgerade mit Steigung $C$; ein schmaler senkrechter Streifen der Breite $\Delta Q$ bei der momentanen Spannung $u$ eingezeichnet.

Trägt der Kondensator bereits die Ladung $q$, liegt zwischen den Platten die Spannung $u = q/C$. Um eine weitere kleine Ladungsportion $\Delta Q$ von der negativen zur positiven Platte zu bringen, ist nach der Definition der Spannung (Arbeit pro Ladung) die Arbeit $\Delta W = u\cdot\Delta Q = \dfrac{q}{C}\Delta Q$ nötig. Im Diagramm ist das der Flächeninhalt des Streifens unter der Geraden. Die gesamte Ladearbeit von $q = 0$ bis $q = Q$ ist die Summe aller Streifen, also die Fläche unter der Ursprungsgeraden: ein rechtwinkliges Dreieck mit den Katheten $Q$ und $U$, $$W = \tfrac12\,Q\cdot U .$$ Mit $Q = CU$ folgt $W = \tfrac12\,CU\cdot U = \tfrac12 CU^2$, und mit $U = Q/C$ folgt $W = \tfrac12\,Q\cdot\dfrac{Q}{C} = \dfrac{Q^2}{2C}$. (Als Integral: $W = \int_0^Q \frac{q}{C}\,\mathrm{d}q = \frac{Q^2}{2C}$.) Die gespeicherte Energie ist also $W = \tfrac12 CU^2 = \tfrac12 QU = Q^2/(2C)$, was zu zeigen war.

b) $W = \tfrac12 CU^2 = \tfrac12\cdot 1{,}5\cdot 10^{-3}\,\mathrm{F}\cdot (330\,\mathrm{V})^2 = 81{,}7\,\mathrm{J}$ und $Q = CU = 1{,}5\cdot 10^{-3}\,\mathrm{F}\cdot 330\,\mathrm{V} = 0{,}495\,\mathrm{C}$. Der Blitzkondensator speichert $81{,}7\,\mathrm{J}$ bei einer Ladung von $0{,}495\,\mathrm{C}$. (Plausibilität: Die Energie wird in etwa $1\,\mathrm{ms}$ abgegeben, das entspricht einer Leistung von rund $80\,\mathrm{kW}$ – deshalb ist ein Blitz so hell.)

c) $W = QU$ würde bedeuten, dass die gesamte Ladung $Q$ gegen die volle Spannung $U$ transportiert wurde. Beim Laden ist die Spannung aber anfangs null und wächst erst mit der Ladung linear auf $U$ an; im Mittel wird jede Ladungsportion nur gegen $U/2$ bewegt. Deshalb ist die Ladearbeit nur halb so groß: $\tfrac12 QU = 81{,}7\,\mathrm{J}$, nicht $163\,\mathrm{J}$. Die Formel $W = qU$ ohne $\tfrac12$ gilt für eine einzelne Ladung, die eine bereits bestehende, konstante Spannung durchläuft – nicht für den Ladevorgang selbst.

Typische Fehler → so holst du die Punkte
Ohne Skizze und ohne das Argument „Spannung wächst beim Laden“ gibt es für a) höchstens die Hälfte. Bei b) ist $1500\,\mathrm{\mu F} = 1{,}5\cdot 10^{-3}\,\mathrm{F}$ (nicht $10^{-6}$). Bei c) reicht „die Formel ist $\tfrac12 CU^2$“ nicht – gefragt ist der Denkfehler, also der Unterschied zwischen Ladevorgang und Einzelladung.
Meine Punkte:
Aufgabe 3Offene Aufgabe · ca. 15 min8 P

Messreihe: ε₀ aus einem Plattenkondensator bestimmen

Mit zwei kreisförmigen Platten (Radius $r = 10{,}0\,\mathrm{cm}$) wird die Kapazität in Luft für verschiedene Plattenabstände gemessen (Messgerät-Genauigkeit $\pm 3\,\mathrm{pF}$):

$d$ in mm1,02,04,05,010,0
$C$ in pF291152826840
  1. Bestimme aus der gesamten Messreihe die elektrische Feldkonstante $\varepsilon_0$. Linearisiere dazu geeignet und werte mit einer Ausgleichsgeraden aus.
  2. Die Ausgleichsgerade geht nicht durch den Ursprung. Interpretiere den Achsenabschnitt physikalisch.
  3. Vergleiche mit dem Literaturwert und begründe, warum der Einzelwert bei $d = 10{,}0\,\mathrm{mm}$ ein besonders schlechtes Ergebnis liefern würde.
Erwartungshorizont
  • 2 Pa) $C = \varepsilon_0 A\cdot\frac1d$ erkannt: $C$ gegen $1/d$ auftragen ergibt Gerade mit Steigung $m = \varepsilon_0 A$; Tabelle $1/d$ und Diagramm mit Ausgleichsgerade (Punkte nicht verbunden)
  • 2 Pa) Steigung $m \approx 279\,\mathrm{pF\cdot mm}$, $A = \pi r^2 = 3{,}14\cdot 10^{-2}\,\mathrm{m^2}$, $\varepsilon_0 = m/A = 8{,}88\cdot 10^{-12}\,\mathrm{As/(Vm)}$ mit Antwortsatz
  • 2 Pb) Achsenabschnitt $\approx 12\,\mathrm{pF}$: Kapazität, die auch bei $1/d \to 0$ bleibt – Zuleitungen, Messgerät, Randfeld (Streukapazität); addiert sich zu jedem Messwert
  • 2 Pc) Abweichung $+0{,}3\,\%$ vom Literaturwert, innerhalb der Unsicherheit ($\pm 3\,\mathrm{pF}$, $A$); Einzelwert $d = 10\,\mathrm{mm}$: $40\,\mathrm{pF}$ enthält $12\,\mathrm{pF}$ Streukapazität (30 %) $\Rightarrow$ $\varepsilon_0$ um 44 % zu groß
Musterlösung

a) Nach $C = \varepsilon_0\dfrac{A}{d}$ ist $C$ umgekehrt proportional zu $d$. Trägt man $C$ gegen $\dfrac1d$ auf, erwartet man eine Gerade mit der Steigung $m = \varepsilon_0 A$. Tabelle mit $x = 1/d$ in $\mathrm{1/mm}$:

$1/d$ in $\mathrm{mm^{-1}}$1,000,500,250,200,10
$C$ in pF291152826840

Ausgleichsgerade rechnerisch: Mittelwerte $\bar x = 0{,}41\,\mathrm{mm^{-1}}$, $\bar C = 126{,}6\,\mathrm{pF}$; $$m = \frac{\sum (x-\bar x)(C-\bar C)}{\sum (x-\bar x)^2} = \frac{145{,}6}{0{,}522}\,\mathrm{pF\cdot mm} = 279\,\mathrm{pF\cdot mm} = 2{,}79\cdot 10^{-13}\,\mathrm{F\cdot m}.$$ Achsenabschnitt $b = \bar C - m\bar x = 126{,}6\,\mathrm{pF} - 279\cdot 0{,}41\,\mathrm{pF} = 12\,\mathrm{pF}$. Plattenfläche $A = \pi r^2 = \pi\cdot(0{,}100\,\mathrm{m})^2 = 3{,}142\cdot 10^{-2}\,\mathrm{m^2}$. Damit $$\varepsilon_0 = \frac{m}{A} = \frac{2{,}79\cdot 10^{-13}\,\mathrm{F\cdot m}}{3{,}142\cdot 10^{-2}\,\mathrm{m^2}} = 8{,}88\cdot 10^{-12}\,\mathrm{\frac{F}{m}} = 8{,}88\cdot 10^{-12}\,\mathrm{\frac{As}{Vm}}.$$ Aus der Messreihe ergibt sich $\varepsilon_0 = 8{,}88\cdot 10^{-12}\,\mathrm{As/(Vm)}$.

b) Für $1/d \to 0$ (unendlich großer Abstand) müsste die Kapazität des Plattenkondensators gegen null gehen. Die Gerade liefert aber $b \approx 12\,\mathrm{pF}$. Diese Restkapazität stammt nicht von den Platten, sondern von den Zuleitungen, dem Messgerät und dem Randfeld – eine Streukapazität, die parallel zum Kondensator liegt und sich zu jedem Messwert addiert. Die Steigung ist davon unberührt; deshalb ist die Auswertung über die Steigung der Ausgleichsgeraden einem Einzelwert überlegen.

c) Literaturwert $\varepsilon_0 = 8{,}854\cdot 10^{-12}\,\mathrm{As/(Vm)}$. Relative Abweichung: $\dfrac{8{,}88 - 8{,}854}{8{,}854} = +0{,}3\,\%$. Die Unsicherheit der Messung ist größer (Kapazität $\pm 3\,\mathrm{pF}$, also rund $1\,\%$ beim größten Wert; Radius $\pm 1\,\mathrm{mm}$ gibt $2\,\%$ in $A$) – der Literaturwert liegt im Unsicherheitsintervall, die Messung ist verträglich. Aus dem Einzelwert bei $d = 10{,}0\,\mathrm{mm}$ erhielte man dagegen $\varepsilon_0 = \dfrac{C\,d}{A} = \dfrac{40\cdot 10^{-12}\,\mathrm{F}\cdot 1{,}00\cdot 10^{-2}\,\mathrm{m}}{3{,}14\cdot 10^{-2}\,\mathrm{m^2}} = 1{,}27\cdot 10^{-11}\,\mathrm{As/(Vm)}$, also $44\,\%$ zu viel: Von den $40\,\mathrm{pF}$ sind rund $12\,\mathrm{pF}$ Streukapazität, das sind $30\,\%$ des Messwerts, und zusätzlich wiegt die Ablesegenauigkeit $\pm 3\,\mathrm{pF}$ hier $7{,}5\,\%$. Bei großem $d$ ist der Kondensator klein gegen die Störgrößen – der schlechteste Messpunkt für einen Einzelwert.

Typische Fehler → so holst du die Punkte
Typisch: $C$ gegen $d$ aufgetragen und „ist eine Hyperbel“ – das ist nicht linearisiert, es gibt keine Steigung. Oder: Punkte verbunden statt Ausgleichsgerade. Oder: Fläche mit $r = 10\,\mathrm{cm}$ als $\pi\cdot 10^2 = 314$ ohne Einheit, dann ist $\varepsilon_0$ um $10^4$ falsch. Und beim Vergleich mit dem Literaturwert gehört eine relative Abweichung in Prozent hin, nicht „stimmt ungefähr“.
Meine Punkte:
Aufgabe 4Multiple Choice · genau eine Antwort2 P

Ein Plattenkondensator bleibt an eine Spannungsquelle angeschlossen. Der Plattenabstand wird halbiert. Was passiert mit der Ladung auf den Platten?

Aufgabe 5Multiple Choice · genau eine Antwort2 P

Ein geladener Plattenkondensator wird von der Quelle getrennt; dann zieht man die Platten auseinander. Welche Aussage über die gespeicherte Energie ist richtig?

Meine Notizen zu „Elektrisches Feld & Kondensator“

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